Chronik des Dorfes

Kirchhof ist wahrscheinlich doppelt so alt wie die Ersterwähnungs-Urkunde, denn Orte mit der Namensendung „hof“ rechnet die Wissenschaft zu den Siedlungen, die zwischen 500 und 800 gegründet worden sind.

1303
erstmalige urkundliche Erwähnung als „Kirchhob“ unter Landgraf Heinrich I.

1374
erwarb Ritter Albrecht von Slutwinsdorf zu Melsungen den Zehnten von „Kirchhob“

1420
gehört das Dorf, jetzt erstmals unter dem Namen „Kirchhof“ zum Amt Melsungen.

1569
hatte Kirchhof eine eigene Pfarrei, die von Melsungen aus versehen wurde.

1575
standen 19 Häuser in Kirchhof. Es gab neun Höfe, die anfangs je ca.32 Acker besaßen.

1623
im 30-jährigen Krieg wurde Kirchhof von durchziehenden Truppen gebrandschatzt und
ausgeplündert. Sieben von 23 Häusern brannten ab. Die Bevölkerung litt unter Hungersnot
und Seuchen.

1650
gab es wieder 23 Häuser.

1744
hatte Kirchhof 39 Häuser, darunter ein Schulhaus, das im Gemeindebesitz war.

1760
im 7-jährigen Krieg kam es zu französischen Einquartierungen. Wie schon im 30-jährigen Krieg musste auch Kirchhof Soldaten stellen.

1806 bis 1813
mussten Kirchhöfer am Russlandfeldzug Napoleons teilnehmen.

1820
besaß Kirchhof 49 Gebäude, in denen 290 Personen wohnten.

1826 bis 1828
wurde die heutige Kirche erbaut. Die älteste Schule stand neben dem unteren, nördlichen Kircheneingang, dem heutigen Grundstück Harbusch. Sie brannte 1897 ab.

1842
Bau eines neuen Schulhauses.

1855
wurde der „neue“ Totenhof außerhalb des Ortes angelegt.

1858
hatte Kirchhof 368 Einwohner, die in 64 Wohnhäusern lebten. Zwei Straßen waren gepflastert. Es gab drei Brunnen, einen Steinbruch, eine Mahlmühle mit überschlächtigem Gang, eine Ölmühle und zwei Holzstege. Ein Lehrer unterrichtete 63 Kinder in der einklassigen Dorfschule.

1879
verkauft die Gemeinde ihren Anteil Wald (Halber Forst) an den Staaat. Der Begriff „Halber Forst“ (Halber Gebrauchswald) ist bis heute erhalten.

1896
wurde der älteste Verein, der Männergesangverein, gegründet. Die Einwohnerzahl war auf 390 gestiegen. Die meisten Erwerbstätigen gingen einem Handwerk nach (z.B. Zimmerleute, Mühlenbauer, Weißbinder) oder arbeiteten in Fabriken in Melsungen. Noch Ende des 19. Jahrhunderts lagen alle Häuser auf der linken Seite des Kehrenbaches, außer der Mühle.

1909
wurde die heutige Sportgemeinschaft 09 gegründet.

1910
wurden 416 Einwohner gezählt. Die erste Wasserleitung aus Quellen nahe dem jetzigen Sportplatz wurde verlegt.

1914 bis 1918
verlor Kirchhof 18 Männer im Ersten Weltkrieg.

1924
erhält Kirchhof elektrisches Licht.

1925 bis 1935
wurden mehrere Dorfstraßen ausgebaut.

1929 bis 1930
Bau des Sportplatzes.

1939 bis 1945
im Zweiten Weltkrieg beklagt die Gemeinde den Verlust von 31 Gefallenen und Vermissten.

1950
Kirchhof hat 548 Einwohner.

1958
Bau der Kanalisation.
1960
die zentrale Kläranlage im Wiesengrund wird gebaut. Bau einer Gemeinschaft-Gefrieranlage mit 36 Gefrierfächern.

1962
Fertigstellung des ersten Kinderspielplatzes hinter der Schule.

1964
Bau einer Duschhalle am Sportplatz in Eigenhilfe durch den Sportverein.
1965
wird Kirchhof Gebietssieger beim Landesentscheid „Unser Dorf soll schöner werden“.

1966
Errichtung einer Friedhofshalle.

1967
Beschilderung der Ortsstraßen.

1969
Schließung der einklassigen Volksschule und Verkauf des Gebäudes.

1970
Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses. Kirchhof hat 513 Einwohner. Kirchhof wird Stadtteil von Melsungen.
1971
Umbau des Waldsportplatzes.

1972
Verbesserung der Wasserversorgung

1975
Bau einer Schutzhütte in Eigenhilfe.

1987
Hessentag in Melsungen. Dazu wurde auch Kirchhof festlich herausgeputzt, denn einige Veranstaltungen fanden im DGH statt. In der Ortsmitte wurde der neue Dorfbrunnen eingeweiht. Am Sportplatz wurde der erste Tennisplatz gebaut.

1989
Erweiterung der Friedhofshalle.

1990
Bau eines zweiten Tennisplatzes am Sportplatz. Die Kernstadt feiert seine 800-Jahrfeier. In Kirchhof leben 543 Einwohner.

1993
Ausbau der Landstraße L3147 in der Ortslage von Kirchhof.

1994
Anschluss der Kanalisation an die Hauptkläranlage in Melsungen.

1997
Einweihung des Radweges nach Melsungen. Der Dorfplatz in unmittelbarer Nähe der Kirche entsteht.

2000
Gründung der „Dorfgemeinschaft“ im Rahmen der Vorbereitungen für die 700-Jahrfeier von Kirchhof.

2001
Feier zum 175. Geburtstag der Kirche.

2003
die 572 Einwohner feiern vom 25. bis. 30. Juni ihr 700 jähriges Jubiläum. Der Brunnen in der Lehmkaute wird gebaut.

2005
Kirchhof wird Sieger beim Regionalentscheid „Unser Dorf“.

2006
Bau der Goldberg-Hütte mit Grillplatz durch die „Dorfgemeinschaft“. Kirchhof kommt in das Dorferneuerungs-Programm des Landes Hessen.

2009

100-jähriges Vereinsjubiläum der SG 09 Kirchhof.

2017

Wir basteln weiter am und rund um das Leben in Kirchhof.

Gewerbe

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